Praktische Übertragungs-Anleitung

Bücher per WLAN aufs Handy schicken

Kein Kabel, keine Cloud, kein Konto. Lectern startet einen kleinen Server auf deinem Handy, solange der Bildschirm offen ist; dein Computer öffnet eine Adresse im selben Netzwerk und legt die Dateien ab. Die Bücher gehen direkt von deinem Rechner auf dein Gerät.

Die kurze Antwort

Tippe in der Bibliothek auf + → Vom Computer senden (WLAN). Dein Handy zeigt eine Adresse wie http://192.168.1.42:8724 und sechs Ziffern. Öffne die Adresse im Browser deines Computers, gib den Code ein und wähle deine Dateien. Sie erscheinen in deiner Bibliothek, während du zusiehst.

Was du brauchst

  • Lectern 1.28 oder neuer auf dem Handy.
  • Beide Geräte im selben WLAN. Mobile Daten funktionieren dafür nicht: dein Computer hat keinen Weg zu einem Handy im Mobilfunknetz.
  • Irgendein Browser auf dem sendenden Rechner — Windows, macOS, Linux, ein anderes Handy, ein Tablet. Nichts zu installieren.

Ein Buch senden, Schritt für Schritt

  1. Öffne den Übertragungsbildschirm. Tippe in deiner Bibliothek auf die +-Schaltfläche und wähle Vom Computer senden (WLAN).
  2. Lies die Adresse. Der Bildschirm zeigt eine kurze Adresse und darunter einen sechsstelligen Code. Es gibt auch einen QR-Code — praktisch, wenn du von einem Tablet sendest, das ihn scannen kann.
  3. Öffne die Adresse am Computer. Tippe sie genau so in die Adressleiste, samt http:// und Portnummer. Es ist die Adresse deines Handys in deinem eigenen Netzwerk, keine Suchmaschine wird sie je finden.
  4. Gib den Code ein. Die Seite fragt nach den sechs Ziffern. Nach acht Fehlversuchen nimmt sie gar nichts mehr an, bis du den Bildschirm auf dem Handy neu öffnest.
  5. Wähle deine Dateien. Such ein oder mehrere E-Books aus und schick sie los. Sie gehen nacheinander; lass den Übertragungsbildschirm auf dem Handy offen, solange es läuft.
  6. Sieh zu, wie sie ankommen. Das Handy zählt mit — “3 Bücher empfangen” — und die Seite sagt dir, was angekommen und was übersprungen wurde.

Wo die Bücher landen

Gesendete Bücher liegen in Lectern selbst, gruppiert unter Empfangen — dieselbe Stelle wie Bücher, die du aus einer anderen App teilst. Sie sind auf deinem Gerät, andere Apps kommen nicht heran, und sie sind sofort nach der Ankunft indexiert.

Gut zu wissen, bevor du eine ganze Bibliothek umziehst. Weil sie in der App liegen, verschwinden sie mit ihr, wenn du Lectern deinstallierst. Sind das deine einzigen Exemplare, behalte die Originale auf dem Computer oder leg die Dateien in einen Ordner, den du unter Einstellungen → Bibliothek hinzugefügt hast.

Was Lectern annimmt

Dieselben Formate wie der Bibliotheks-Scan: EPUB (auch Kobos .kepub), PDF, MOBI, AZW, AZW3, PRC, FB2, FBZ, TXT und die Comic-Archive CBZ, CBR, CB7 und CBT. Alles andere wird abgelehnt und als übersprungen aufgeführt, damit du siehst, warum eine Datei nicht auftaucht. Eine einzelne Datei darf bis zu 256 MB groß sein.

Warum das das Offline-Versprechen nicht bricht

Nichts geht ins Internet. Die Datei wandert von deinem Computer auf dein Handy über dein eigenes Netzwerk, so wie sie es über ein Kabel täte. Kein Server von uns dazwischen, kein Konto, kein Upload.

Lokal ist aber nicht dasselbe wie privat, deshalb schützt sich der Bildschirm selbst. Jede Sitzung bekommt einen frischen sechsstelligen Code, den jede Anfrage mitbringen muss, ohne ihn wird kein Upload angenommen, und den Server gibt es nur, solange der Bildschirm offen ist. Schließt du ihn, ist nichts mehr zu erreichen.

Die häufigen Probleme lösen

Es erscheint keine Adresse

Das Handy ist nicht im WLAN. Lectern ignoriert mobile Daten hier bewusst, denn eine Adresse vom Mobilfunkanbieter kann dein Laptop nie erreichen. Geh ins WLAN, und die Adresse erscheint von selbst — du musst den Bildschirm nicht neu öffnen.

Die Adresse öffnet sich am Computer nicht

Meist sind die beiden Geräte in verschiedenen Netzen: ein Gastnetz, oder ein VPN auf dem Computer, das allen Verkehr am lokalen Netz vorbeileitet. Schalte das VPN aus, geh ins selbe Netz und versuch es erneut. Manche Router haben außerdem “Client Isolation” oder “AP Isolation” aktiv, dann sehen sich Geräte gar nicht.

“Der Code stimmt nicht”

Tippe nur die sechs Ziffern, ohne Leerzeichen. Die Seite sagt, wie viele Versuche bleiben; nach acht sperrt sie. Schließe den Übertragungsbildschirm auf dem Handy und öffne ihn neu für einen frischen Code.

Einige Dateien wurden übersprungen

Die Ergebnisseite listet sie auf. Übersprungen heißt, das Format liest Lectern nicht — eine .zip, eine .docx, eine verirrte Notiz. Benenn sie nur um, wenn es wirklich ein E-Book mit falscher Endung ist.

Die Übertragung brach mittendrin ab

Der Bildschirm muss offen bleiben: er ist der Server. Hat sich das Handy gesperrt oder hast du die App gewechselt, öffne den Bildschirm neu und schick den Rest. Halb angekommen gibt es nicht — eine Datei, die nicht fertig wurde, ist einfach nicht da.

Fragen zur WLAN-Übertragung

Verlässt eine Datei je mein Netzwerk?

Nein. Dein Computer spricht direkt über das lokale Netz mit deinem Handy. Nichts wird zu uns oder sonst jemandem hochgeladen, und keines der Geräte braucht dafür eine Internetverbindung.

Kann jemand anderes im selben WLAN meine Bücher sehen?

Nein. Ohne den Code antwortet der Server auf gar nichts — er bestätigt nicht einmal, dass es ihn gibt. Jemand in deinem Netz kann die erste Seite öffnen und sieht ein Feld, das nach sechs Ziffern fragt, mehr nicht.

Brauche ich Software auf dem Computer?

Nein. Jeder Browser genügt. Die Seite kommt von deinem Handy und lädt nichts von außen, also braucht auch der Computer kein Internet.

Kann ich eine ganze Bibliothek auf einmal schicken?

Du kannst viele Dateien auswählen, sie gehen dann nacheinander durch. Bei Hunderten von Büchern ist es schneller, sie per USB in einen Ordner zu kopieren und diesen Ordner in den Einstellungen hinzuzufügen.

Kommt mein Lesefortschritt mit?

Der Fortschritt reist mit einem Backup oder der Synchronisierung, nicht mit den Dateien selbst. Wenn du auf ein neues Handy umziehst, folge der Anleitung zu Backup und Wiederherstellung.

Deine Bücher, dein Netzwerk

Schick in einer Minute ein Regal vom Laptop herüber, ohne Kabel und ohne Cloud.

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