Deine Bibliothek & Bücher
Eine eigene Hörbuch-Bibliothek aufbauen
Die meisten Menschen mieten ihre Hörbücher. Ein Abo läuft aus, und das Regal ist leer. Eine Bibliothek aufzubauen, die dir bleibt, ist kaum aufwendiger, und die meisten Lücken kannst du inzwischen selbst füllen.
Kurz gesagt: Kauf DRM-frei, wo es geht, leih dir den Rest bei LibriVox und deiner Bibliothek, lagere alles als M4B in einem Ordner, und lass eine App die Bücher erzählen, die nie aufgenommen wurden.
Drei Arten Audio, ein Regal
Eine brauchbare Hörbuch-Bibliothek mischt drei Dinge, und der Kniff ist eine App, die alle drei gleich behandelt:
- Aufgenommene Hörbücher, die dir gehören, als Dateien auf dem Gerät.
- Bücher, die mit Erzählstimme kommen, im E-Book-Jargon: EPUB3 mit Media Overlays, also Text plus professionelle Aufnahme, satzweise synchron.
- Alles andere, von der App erzählt. Sprachausgabe auf dem Gerät ist gut genug geworden, dass ein nicht aufgenommenes Buch kein unhörbares Buch mehr ist.
Wo du Hörbücher bekommst, die du behältst
- LibriVox. Freiwillige lesen gemeinfreie Bücher, kostenlos, ohne Konto, als MP3 oder M4B herunterladbar. Die Qualität schwankt je nach Sprecher, hör also erst ein Kapitel an. Es ist die mit Abstand größte Quelle für Hörbücher, die man einfach besitzen kann.
- DRM-freie Läden. Mehrere Shops verkaufen Hörbücher als schlichte Dateien statt als Eintrag in einem Konto. Libro.fm und Downpour sind die bekanntesten; viele Verlage verkaufen auch direkt, besonders im Sach- und Fachbereich.
- Deine öffentliche Bibliothek. Ausleih-Apps streamen dir zu, statt Dateien zu übergeben, das ist also kein Besitz. Preis-Leistung bleibt trotzdem unschlagbar und passt gut neben den Rest.
- Scheiben, die du schon hast. Eine gekaufte Hörbuch-CD zu rippen ist in vielen Ländern für den privaten Gebrauch erlaubt und in manchen nicht. Prüf deine lokalen Regeln; die allgemeine Lage steht in E-Book-DRM erklärt.
Ein Abo ist keine Bibliothek. Es ist Miete mit gutem Katalog und gehört in dein Hörleben wie ein Streamingdienst: nützlich, vorübergehend, kein Regal.
Nimm M4B statt eines Haufens MP3s
Eine M4B ist eine einzige Audiodatei mit eingebauten Kapitelmarken. Dieses eine Detail löst fast jeden Ärger bei der Hörbuchwiedergabe: Das Buch bleibt ein Eintrag in der Bibliothek, Kapitel sind ansteuerbar, und die Wiedergabeposition gehört zum Buch statt zu der MP3, in der du gerade warst, als das Telefon klingelte.
Ein Ordner mit vierzig MP3s funktioniert technisch. In der Praxis wird alphabetisch statt numerisch sortiert, eine Datei fehlt, und nach einer Woche weiterzuhören ist Ratespiel. Kommt ein Kauf als MP3s an, lohnen sich die zehn Minuten Umwandlung.
Umwandeln, kurz
Am Rechner kann ffmpeg MP3s aneinanderhängen und Kapitelmarken schreiben; m4b-tool macht das freundlicher, und grafische Konverter gibt es auf jeder Plattform. Egal womit, tu drei Dinge: die ursprüngliche Bitrate behalten statt zweimal zu kodieren, Kapitelnamen aus den Tracktiteln schreiben, und das Cover einbetten.
Einmal ordnen, jahrelang profitieren
Die Struktur, die dauerhaft trägt:
- Ein Ordner
Hörbücher, neben deinen E-Books. - Darin ein Ordner pro Buch:
Autor - Titel/. - Darin die M4B und eine
cover.jpg. - Korrekter Titel, Autor und Sprecher in den Metadaten der Datei, denn genau das lesen Apps aus.
Leg den Ordner in Drive, Dropbox, OneDrive oder Nextcloud, und er ist gesichert und auf jedem Gerät verfügbar, ohne Anbieterbibliothek dazwischen. Dieselbe Logik gilt für E-Books: siehe eine digitale Bibliothek ordnen.
Lücken mit Vorlesen füllen
Die meisten Bücher wurden nie aufgenommen. Ältere Sachbücher, Übersetzungen, Fachbücher, selbstverlegte Belletristik: Es gibt kein Hörbuch, und es kommt keins. Früher war das Gespräch damit beendet.
Neuronale Stimmen auf dem Gerät haben das geändert. Lectern erzählt jedes EPUB, PDF, MOBI oder FB2 mit Piper oder Kokoro direkt auf dem Telefon, hebt den gelesenen Satz zum Mitlesen hervor und behält deine Position, egal ob du gelesen oder gehört hast. Es spielt auch deine eigenen M4B- und MP3-Dateien ab, verknüpft mit dem passenden Buch, und unterstützt EPUB3 Media Overlays, wo ein Verlag echte Erzählung mitliefert. Ein Regal, drei Arten Audio, kein Konto.
Ein Sleeptimer dazu, und es deckt das Hören ab, das die meisten tatsächlich tun: Pendeln, Kochen, und zwanzig Minuten vor dem Einschlafen.
Ein Wochenende Arbeit, danach pflegt es sich selbst
- Leg den Ordner
Hörbücherin dem Cloudspeicher an, für den du ohnehin zahlst. - Zieh alles um, was du schon hast, ein Ordner pro Buch.
- Wandle lose MP3-Sätze nach und nach in M4B um, nicht alle auf einmal.
- Lade fünf LibriVox-Aufnahmen von Büchern, die du schon lange lesen wolltest.
- Richte deine Lese-App auf den Ordner und lass sie den Rest erzählen.
Danach wächst die Bibliothek Ordner für Ordner, und nichts davon kann dir wieder genommen werden.
Häufig gefragt
Was ist eine M4B-Datei?
Ein Hörbuch-Container: eine einzelne M4A-Audiodatei mit Kapitelmarken, Cover und Metadaten. Player behandeln sie als ein Buch, merken sich deine Position darin und lassen dich zwischen Kapiteln springen.
Wo bekomme ich legal kostenlose Hörbücher?
LibriVox hat Tausende gemeinfreier Aufnahmen, kostenlos und herunterladbar. Deine öffentliche Bibliothek verleiht kommerzielle Hörbücher gratis über Ausleih-Apps, allerdings gestreamt statt behalten.
Kann ich ein E-Book in ein Hörbuch verwandeln?
Anhören wie eines: ja. Eine App mit Sprachausgabe erzählt das Buch direkt, merkt sich die Stelle und hebt Sätze hervor. Eine Audiodatei zu exportieren ist eine eigene, deutlich umständlichere Aufgabe und lohnt selten.
Spielt Lectern meine eigenen Hörbuchdateien ab?
Ja. Verknüpf eine M4B oder MP3 mit dem passenden Buch in deiner Bibliothek, und Lesen und Hören teilen sich eine Position. EPUB3 Media Overlays funktionieren ebenfalls, für Ausgaben mit mitgelieferter Erzählung.
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