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Wo du gemeinfreie Bücher herunterlädst

Millionen Bücher darfst du kostenlos lesen, behalten und weitergeben, ganz legal, weil ihr Urheberrecht abgelaufen ist. Der Haken ist nicht, sie zu finden, sondern Ausgaben zu finden, die sich angenehm lesen. Diese Quellen lohnen deine Zeit.

Fang hier an: Standard Ebooks, wenn dein Buch dort existiert, Project Gutenberg für alles andere, und das Internet Archive, wenn nur ein Scan überlebt hat.

Die wichtigsten Quellen

  • Project Gutenberg. Das Original und weiterhin das größte, mit Zehntausenden Titeln in EPUB und reinem Text, dazu ein OPDS-Katalog, den du aus einer Lese-App heraus durchstöbern kannst. Die Ausgaben sind schlicht, und die Qualität hängt am Alter der Transkription.
  • Standard Ebooks. Ein Freiwilligenprojekt, das gemeinfreie Texte nimmt, korrekturliest und ordentlich setzt: echte Kapitälchen, sinnvolle Kapitelstruktur, moderne Semantik. Der Katalog ist deutlich kleiner, weil jedes Buch echte Arbeit kostet. Steht dein Buch drin, nimm diese Ausgabe.
  • Internet Archive und Open Library. Riesig, samt Scans von Büchern, die nie neu erfasst wurden. Das Leseerlebnis ist oft ein PDF eines Scans, weshalb EPUB vs PDF hier zählt.
  • Wikisource. Gemeinschaftliche Transkriptionen mit Quellendisziplin, stark bei Dokumenten, Reden und gemeinfreiem Sachtext.
  • HathiTrust und Universitätsbibliotheken, für wissenschaftliches und älteres akademisches Material.
  • Nationale und sprachbezogene Sammlungen. Gallica fürs Französische, die DBNL für niederländische Literatur, Faded Page für kanadisches Gemeingut, und ähnliche Projekte in den meisten Sprachen. Dort findest du, was englischsprachige Seiten nie angefasst haben.

Für Audio ist LibriVox das Gegenstück: Freiwillige lesen gemeinfreie Bücher, kostenlos zum Herunterladen und Behalten. Mehr dazu in eine eigene Hörbuch-Bibliothek aufbauen.

Gemeinfreiheit ist eine lokale Frage

Urheberrecht läuft in verschiedenen Ländern nach verschiedenen Fristen ab, ein Buch kann also hier frei und dort geschützt sein. Grob gilt in weiten Teilen Europas und in den USA das Leben des Autors plus siebzig Jahre, während eine Reihe von Ländern Leben plus fünfzig verwendet, und die USA für ältere veröffentlichte Werke eigene Regeln haben, die sich jedes Jahr um ein Jahr verschieben.

Praktisch heißt das: Eine Seite, die in Kanada legal anbietet, kann etwas hosten, das in Deutschland noch geschützt ist. Seriöse Projekte nennen die Regeln, denen sie folgen. Bist du bei einem konkreten Titel unsicher, ist die Auskunft deiner Nationalbibliothek die sicherste Prüfung.

Ohne Browser-Tanz in den Reader

Im Browser laden, die Datei suchen, dann importieren ist der mühsame Teil. Zwei Wege drumherum:

  1. OPDS-Kataloge. Gutenberg und Standard Ebooks veröffentlichen beide einen, eine Lese-App kann also direkt stöbern und laden. Erklärt in Was ist OPDS. Lectern hat beide eingebaut.
  2. Lade in deinen Bücherordner statt in Downloads, dann liegt die Datei schon dort, wo deine Bibliothek wohnt. Siehe eine digitale Bibliothek ordnen.

Eine gute Ausgabe wählen

Zwei Dateien desselben Romans sind nicht dasselbe Buch. Prüf vor einer langen Lektüre drei Dinge: funktioniert das Inhaltsverzeichnis, sind Kapitelüberschriften echte Überschriften statt zentriertem Fettdruck, und sieht eine Dialogseite richtig aus. Eine schlecht konvertierte Transkription aus den Neunzigern ärgert dich sechshundert Seiten lang.

Gibt es mehrere Ausgaben, nimm die mit benannter Quelle und jüngerem Revisionsdatum. Gibt es nur einen Scan, rechne mit dem Lesen als PDF oder mit Zeit für OCR.

Was du damit machst

Behalten. Diese Dateien haben kein DRM, kein Konto und kein Ablaufdatum, was sie zum haltbarsten Teil jeder digitalen Bibliothek macht. Sie sind auch der einfachste Weg, eine Lese-Konfiguration zu testen: Nimm einen Roman, den du gut kennst, lade ihn, und sieh, ob die App die Typografie freundlich behandelt, bevor du etwas kaufst.

Häufig gefragt

Sind gemeinfreie Bücher wirklich kostenlos und legal?

Ja, wenn das Urheberrecht tatsächlich abgelaufen ist. Dann darf jeder das Werk lesen, kopieren, teilen und sogar neu veröffentlichen. Die Feinheit: Der Ablauf hängt vom Land ab, in dem du bist, nicht von der Seite, von der du geladen hast.

Was unterscheidet Gutenberg von Standard Ebooks?

Gutenberg hat weit mehr Titel; Standard Ebooks hat weit bessere Ausgaben. Standard Ebooks geht von Gutenberg-Texten aus und überarbeitet sie mit sorgfältiger Typografie und Struktur. Wir vergleichen beide ausführlich in einem eigenen Ratgeber.

Wo bekomme ich gemeinfreie Hörbücher?

Bei LibriVox, mit Aufnahmen Freiwilliger von gemeinfreien Büchern, kostenlos als MP3 oder M4B. Die Qualität schwankt je nach Sprecher, hör also erst ein Kapitel an.

Woher weiß ich, ob ein Buch bei mir gemeinfrei ist?

Prüf die bei dir geltende Frist, meist Leben des Autors plus fünfzig oder siebzig Jahre, und beachte, dass die USA für ältere Veröffentlichungen eigene Regeln haben. Deine Nationalbibliothek veröffentlicht dazu meist klare Hinweise.

Kostenlose Bücher, direkt in die App

Project Gutenberg und Standard Ebooks eingebaut. Stöbern, laden, lesen oder hören.

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